Refugees Welcome! M-V heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen

Ein breites Bündnis ruft für den 24. Oktober zu einer landesweiten Demonstration in Neubrandenburg auf:

»Refugees Welcome! M-V heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen«

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Viele Menschen sind zur Zeit im gesamten Bundesland für Flüchtlinge aktiv und verbringen ihre Zeit in Kleiderkammern, beim Dolmetschen, als Begleitung bei Behördengängen, geben Sprachkurse oder schaffen Freizeitangebote. Es gab Willkommensfeste und Freundschaften wurden geschlossen. Es gibt nicht nur eine Flut an Spenden als Ablasshandel für eine gescheiterte Außenpolitik der EU, sondern tatsächlich pragmatische Hilfe und Vernetzung neuer Bündnispartner*innen, die die Hoffnung erlauben, nachhaltige Unterstützung für Flüchtlinge zu etablieren.
Wir wollen diese positiven Entwicklungen, die meist leise stattfinden, sichtbar machen und zum Mitmachen animieren.
Deshalb ist es wichtig laut zu werden, denn auch rassitische Anfeindungen sind leider alltäglich geworden. Landauf, landab marschieren angebliche besorgte Bürger*innen und propagieren ihre Abschottungsphantasien und ihren Hass auf das vermeintlich Andere. Sie erwarten Lösungen »von oben« und jammern gleichzeitig über ihre Unterdrücktheit. Sie fragen »ob wir Flüchtlinge aufnehmen müssen?« und »warum sie gerade zu uns kommen?«, dabei sollte es darum gehen »wie« wir den Menschen helfen können. Mit Gerüchten und Verschwörungstheorien versuchen Rassist*innen in Gesprächen und in den Sozialen Netzwerken Stimmung zu machen und ihren Frust an Menschen auszulassen, die alles aufgeben mussten, um Krieg, Armut oder Diskriminierung zu entkommen. Sie geben sich den Anstrich einer Bürgerinitiative oder predigen, für »das Volk« zu sprechen, das sie dem Untergang nahe sehen. Befeuert wird dies mit sprachlichen Bildern wie »Flüchtlingswellen« oder »Flüchtlingskrisen«, die eine Abwehrhaltung ohnehin verunsicherter Menschen weiter befördern.

  • Wir wollen ein klares Zeichen gegen die alte Hetze setzen, die das Zusammenleben vergiftet und wir fordern auf, aktiv Hilfe zu leisten.
  • Wir wollen uns solidarisch zeigen mit den Menschen, die alles aufgegeben haben und nun gezwungen sind, sich hier ein neues Leben aufzubauen.
  • Wir fordern die Anerkennung des Rechts auf Asyl statt einer Unterteilung in »gute« und »schlechte« Flüchtlinge.
  • Wir fordern die Ächtung rassistischer Gewalt und Solidarität mit den Betroffenen.

Alle sind willkommen! Treten wir gemeinsam ein für menschenwürdige Lebensbedingungen, eine an den Menschen orientierte Flüchtlingspolitik, eine solidarische Willkommenskultur und entschlossen gegen jede Form von Rassismus!

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