Gleich & Gleich gesellt sich gern

Erneut trafen sich rund 200 Rassist_Innen unter dem Label MVgida‬ in Neubrandenburg‬ – ein minimaler Anstieg, der vermutlich durch vermehrtes und offensiveres Werben in der zweifelsfrei rechten Ecke zustande kommt.

Die Unterstützung und Mitgestaltung der NPD‬ ist zwar mittlerweile kein Geheimnis mehr, jedoch ist ein so offener Schulterschluss bezeichnend. Anmeldung, Technik, Inhalte und der Hauptredner Udo Pastörs stammen von der NPD. Von einer „unabhängigen Bürgerbewegung“, die an diesem nebeligen Montag auf dem Datzeberg marschierte, kann nun wirklich nicht mehr die Rede sein.

Von der Demo selbst gibt es nicht viel zu erzählen – gleicher Hass, gleiche Parolen. Begleitet von spontanen Protesten am Rand der Route, wurden die Teilnehmenden durch den verurteilten Volksverhetzer und Fraktionsvorsitzenden Pastörs aufgerufen für die deutsche Zukunft „‘gut‘ zu kämpfen“. Zu erwähnen ist jedoch noch, dass am Rande des Geschehens Gegendemonstrant_Innen von Nazis mit einem Messer bedroht und verfolgt wurden.

Die Szene um NPDgida‬ und einfach stumpfen Rassist_Innen rauft sich zusammen!

12654342_1680860452184630_2869163461143145329_n

So ging die zweite von drei rassistischen Versammlungen allein im Januar und die vierte rechte Veranstaltung (fünf inkl. AfD) in drei Monaten vorbei. Positiv zu werten ist, dass das Stadtteilbuero Datzeberg ein „Fest für die Menschlichkeit“ parallel zu dem Aufmarsch organisierte und engargierte Bürger_Innen des Datzeberg so eine Alternative zu menschenverachtender Hetze boten. Jedoch bleibt wahrnehmbarer Protest so leider wenig beachtet – es täte der Stadt gut an solch Engagement anzuknüpfen. Die Zivilgesellschaft, Parteien, Vereine, Verbände und auch die Verantwortlichen der Stadt sind gefragt hier zu Unterstützen.

Am 30.01.2016 steht der nächste Termin der AfD‬ an, um 10 Uhr soll es dort eine Kundgebung geben.

Kommentare sind geschlossen.