Flyer: Thor Steinar will keinar!

Ein Verbund von verschiedenen Vereinen/Institutionen/Parteien hat einen informativen Flyer drucken lassen den es am Donnerstag (14.02.) bei unserer Kundgebung um 16 Uhr vor dem Laden auch zu verteilen geben wird.

Diesen unterstützt und unterzeichnet haben bisher:
– AJZ Neubrandenburg
– APPD Neubrandenburg
– Attitude Sports Neubrandenburg
– BUNDjugend Neubrandenburg
– Bündnis „Neubrandenburg bleibt bunt!“
– Bündnis 90/Die Grünen Neubrandenburg
– Bündnis Neubrandenburg Nazifrei
– Devil May Care (Band)
– Die Linke Neubrandenburg
– Die Partei Neubrandenburg
– Don Kanallie (Band)
– Doppel K Crew
– Greifswald hilft
– Last Argument (Band)
– Neubrandenburg hilft
– Polyphonie Crew
– Puzzle´s World (Band)
– PRO Bleiberecht M-V
– SPD Neubrandenburg
– Steamboat Charlie (Band)
– Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.
– dreXact booking
– linksjugend´ solid Neubrandenburg




Deine Institution/Partei/Verein/Band will auch seinen Unmut über Thor Steinar in der Innenstadt kundtun? Einfach ne Mail an nbnazifrei@systemausfall.org und wir packen euch dazu.

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Hier nochmal der Text:
Im Januar eröffnete in der Stargarder Straße 10b der Thor Steinar Laden „Tønsberg“ und wir wehren uns dagegen!
WARUM?!
Thor Steinar ist eben keine normale Modemarke. Die Betreiber der einzelnen Shops in ganz Europa und auch die drei zentralen GmbHs mit Millionengewinnen weisen über Umwege oder auch direkt auf die radikale rechte Szene. Geld von Rechten geht also an Rechte. Dementsprechend weisen außerdem die Motive in eine klare Richtung: Thor Steinar spielt trotz heutigen legereren Auftretens bewusst mit Anspielungen auf klar menschenverachtende, geschichtsrevisionistische und gestrige Ideologien an.
Weiterhin lässt sich neben der völkisch-mythologischen Runenästhetik bei den meisten Motiven ein doppeldeutiger, positiver Bezug zu nationalsozialistischer Ideologie, dem 2.Weltkrieg, Kolonial- und Militärgeschichte oder auch allgemein zu einem überholten Begriff von Männlichkeit und eine Glorifizierung von Gewalt erkennen. (Quelle: investigatethorsteinar.blogsport.de) 
Klar ist: Steinar dient als Identitätsmerkmal für die radikale rechte Szene. Die ganze Firmenstrategie ist darauf ausgelegt, in der Grauzone diese Kundschaft zu erreichen und diesen eine Möglichkeit zu geben sich dezent nach Außen klar zu positionieren. Selbst der Verfassungsschutz erkennt diese Rolle an und im Bundestag und auch im Landtag M-V ist die Marke verboten.
UND JETZT?!
Wir lassen nicht zu, dass im Herzen von Neubrandenburg und auch sonst irgendwo in der Stadt solch ein Laden Fuß fassen kann. Neben dem Ruf und Bild der Stadt, sehen wir vor allem auch marginalisierte Gruppen und quasi auch jede*n Andersdenkende*n in ihrem/seinem Alltag bedroht, wenn dieser rechte Lifestyle sich in der Innenstadt stabilisieren kann. Die Normalisierung einer Marke wie Thor Steinar ist als Gefahr anzusehen für das demokratische, vielfältige Zusammenleben und eine angemessene Erinnerungskultur an die NS-Verbrechen in unserer Stadt.
Daher fordern wir die Stadt und die Vermieterin auf Maßnahmen zu ergreifen und sich klar zu positionieren! 
Keine Toleranz der Intoleranz!
Keine Geschäfte mit Nazis!

Thor Steinar Laden eröffnet am Neubrandenburger Marktplatz

Nun ist es soweit: Der Thor Steinar Laden „Tønsberg“ (der deutschlandweit vierte Laden mit dem Namen) hat heute morgen in der Stargarder Straße 10b im Herzen der Neubrandenburger Innenstadt unweit der örtlichen CDU-Zentrale seine Pforten geöffnet. Stahlverstärkte Türen und Fenster, Videoüberwachung und 6 teils vermummte Securitys aus der lokalen Türsteherszene bestimmen die Ausstrahlung des Ladens. Und wir nennen es Schandfleck!

Heute haben sich auch gleich spontan etwa 80 Personen am Laden versammelt, um ihren Protest mit größerem Polizeiaufgebot friedlich kund zu tun. Danke! Aber das kann auch nur der Anfang sein.

Thor Steinar ist eben keine normale Modemarke. Die Betreiber der einzelnen Shops und auch die drei zentralen GmbHs weisen alle über Umwege oder auch direkt auf die radikale rechte Szene (Belege in dem Artikel von gestern). Wer dort kauft, weiß auch an welche Leute das Geld geht. Wem das nicht reicht, der braucht sich nur einzelne Motive aus den Kollektionen der letzten Jahre angucken, die klar mit NS-Anspielungen („Ski Heil“, „Hausbesuche“ mit Maschienengewehr,…) spielen, welche das sonstige Runengedöns und den legereren Anstrich der Marke ergänzen. Thor Steinar spielt bewusst mit diesem Ruf und diesem Auftreten und eins ist klar: Steinar wird auch weiterhin mit seiner Kundschaft Teil der geschichtsrevisionistischen radikalen rechten Szene bleiben.
Insofern ist jede*r dazu aufgerufen auf diese Provokation zu reagieren und sich gegen diese Relativierung der NS-Zeit und Normalisierung dieser Szene in der Neubrandenburger Innenstadt zu wehren. Wir sehen hier eine Bedrohung nicht nur für den Ruf der City, sondern langfristig vielmehr auch für das allgemeine Lebensgefühl von marginalisierten Gruppen in der Stadt.

Aber was lässt sich tun? Auf alle Fälle hat ein*e uninformierte*r Vermieter*in nach einem BGH-Urteil relativ leichtes Spiel den Mietvertrag anzufechten. Der Neubrandenburger OB Silvio Witt kündigte die Kontaktaufnahme an, die Reaktion bleibt abzuwarten. Wir erwägen auch nächste Schritte, informieren euch darüber hier in den nächsten Tagen.

Keine Toleranz der Intoleranz!
Keine Geschäfte mit Nazis!

Polizei verschickt Vorladungen zum 1. Mai 2015 in Neubrandenburg

Polizei verschickt Vorladungen zum 1. Mai 2015 in Neubrandenburg

Derzeit verschickt die Polizei Vorladungen an Genoss_innen, die am 1. Mai 2015 mit dem Zug nach Neubrandenburg reisten.

Derzeit verschickt die Polizei Vorladungen an Genoss_innen, die am 1. Mai 2015 mit dem Zug zu den Protesten gegen die NPD in Neubrandenburg fuhren. Am Stralsunder Bahnhof kam es dabei zu einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis.

Wer eine Vorladung bekommt, den bitten wir sich bei der Roten Hilfe Greifswald , oder der Roten Hilfe Rostock zu melden.

Grundsätzlich gilt:

  • Ruhe bewahren
  • nicht zur Vorladung erscheinen
  • keine Kneipengespräche darüber, wer was oder wer was nicht getan haben soll – Anna & Arthur halten auch am Tresen das Maul

Ihr habt Freund_innen, die eine Vorladung bekommen haben? Weist Sie auf die Kontaktmöglichkeiten der Roten Hilfe hin, welche euch rechtlichen Beistand stellen und einen Teil der möglichen Prozesskosten übernehmen.

Jahresrückblick 2016

Neubrandenburg Nazifrei Jahresückblick 2016
Wo rechte Ideen zur Verhandlungsmasse werden, wird Nationalismus zur Normalität

Um es im Kölner Polizeisprech auszudrücken: Das Jahr 2016 war ziemlich „eigirei“ (ereignisreich) und es ist absehbar, dass auch 2017 gesellschaftliches Engagement in besonderem Maße gefordert sein wird. Aber der Reihe nach:

Das Jahr war, wie auch schon 2015, von einer vorher undenkbaren rassistischen Mobilisierung geprägt. Rechte Demonstrationen fanden Ende 2015/ Anfang 2016 teilweise im Wochentakt statt und konnten außerhalb des üblich klassischen Neonazi-Klientels auch Bürger_innen erreichen und so marschierten die sonst so netten Nachbarn oder ein entfernter Bekannter plötzlich bei einer der vielen NPD organisierten MVgida Demos mit. Hand in Hand mit Neonazis.

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Unsere Aktionswoche gegen Antisemitismus

Liebe Menschen,

zuallererst: Es hat uns große Freude bereitet, mit euch die verschiedenen Veranstaltungen zu erleben – es wurde gemeinsam gelacht und diskutiert, aber auch gefroren.
Die Woche begann am 09. November mit dem Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 am ehemaligen Standort der Neubrandenburger Synagoge, die auch den Flammen der Nationalsozialisten zum Opfer fiel.

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Nazi-Gedenken in Waren/Müritz

Circa 25 Neonazis sind dem Aufruf von „NS Waren“ und „Aktionsgruppe Freundeskreis MuP“ für ein „Heldengedenken“ am Sonnabend, den 12. November 2016, nach Waren/Müritz gefolgt. Mit Fackeln, Grablichtern und zwei Trauerkränzen ausgestattet, trottete der Schweigemarsch vom Marktplatz über die Lange Straße zum Gedenkstein in die Kietzstraße direkt an der Müritz. Während der angemeldeten Versammlung haben sich die Teilnehmenden zum Teil vermummt.

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